Die 7 Regeln für den Bau einer Modellbahn

Wirkliche Regeln für den Bau einer Modellbahn gibt es eigentlich meiner Meinung nach nicht. Der eigene Geschmack, der Sinn und Zweck der Anlage und die persönliche Individualität jedes einzelnen bestimmt das Ergebnis des Projekts. Jeder muß erstmal selbst für sich entscheiden, welcher Modellbahn-Typ er eigentlich ist oder anstrebt, werden zu möchten.

Die 4 Modellbahner-Typen aus meiner Sicht:

  • Typ Nr.1: Der Modellbahner der nur die echte Bahn vor Augen hat und den Bahnbetrieb so realistisch wie irgend möglich nachbilden will. Alles muß vorbildgerecht und akribisch genau bei der Gestaltung des Bahnverkehrs sein. Selbst ein fehlerhafter Aufdruck auf einer Lok oder einem Wagen welchen man nur mit der Lupe sieht ist ein No-go. Es muß sich auch strengstens an eine Epoche gehalten werden alles andere hat nichts mit Modellbahn oder Modellbau zu tun. Der Typ 1 rangiert gerne Wagen und komplette Züge hin und her und erfreut sich dabei wie genial sein Gleisplan zu seien scheint. Er läßt nicht einfach seine Züge fahren, sondern er "macht Fahrbetrieb".

  • Typ Nr.2: Der Modellbahner der am meisten Wert auf die Detailtreue der ganzen Landschaft legt und versucht ein Abbild der Realen Welt zu schaffen. Hierfür werden unzählige Fotos von Vorbildern gemacht und bis ins kleinste Detail nachgebildet. Gekaufte Gebäude oder ähnliches müssen grundsätzlich "gealtert" werden, weil scheinbar in der realen Welt auch alles alt aussieht. Das Ergebnis läßt einen beim Anblick seiner Anlagen-Bilder nur staunen und fast glauben es wären echte Landschaftsaufnahmen.

  • Typ Nr.3: Der High-Tech-Freak unter den Modellbahnern, der soviel digitale und elektronische Mittel einsetzt wie irgend möglich. Selbst digitale Klänge einer Lok erscheinen Ihm oft nicht real genug und er rüstet daher immer noch weiter auf. Landschaft spielt da oft eher eine untergeordnete Rolle, daher reichen einfach ausgelegte Rasenmatten oft aus.

  • Typ Nr.4: Der Modellbahner der aus Kindheitserinnerungen heraus eine Modellbahn baut. Die Wirklichkeit spielt eine eher nebensächliche Rolle. Er arbeitet gern mit alter Technik wie er es von früher her kennt und sich einfach eine Modellbahnwelt baut wie sie Ihm gefällt. Ungeachtet von Epochen, Zugzusammenstellungen oder realen Vorbildern. Er fährt oft gern im Kreis und erfreut sich mehr an der Funktion alter Teile als an neuestem Equipment.

Jede dieser Sichtweisen ist es Wert "seine eigene Modellbahn" zu bauen. Auch gegen eine Kombination aus allen 4 Typen spricht nichts, solange man das baut was man selbst möchte.

Nimm nicht alles so ernst. Die echte Welt ist ernst genug. Bau einfach Deine Welt, wie sie Dir gefällt. Nutze dieses schöne und vor allem vielseitige Hobby einfach zum Entspannen und Du lernst auf Dauer auch noch viel dazu.

Vielleicht kann ich mit marios-modellbahn.de ein klein wenig dazu beitragen, andere für die Modelleisenbahn zu begeistern. Ob Alt oder Neu, Analog oder Digital. Reale Welt oder Phantasie. Ein eigener Gedanke sollte dahinterstecken.

Ich hab einmal versucht eine geeignete Antwort für das Wort Modellbau zu finden, da dieser Begriff von vielen nur für Modellbahnen Ihrer Bauart beansprucht wird, alles andere sind max. Spielbahnen aus deren Sicht. Und heraus kam dies, welches zu 100% meiner Meinung entspricht:

Ein Modell ist eine Nachbildung (Darstellung, Wiedergabe oder Reproduktion) eines Gegenstands, bei dem die für wesentlich erachteten Eigenschaften hervorgehoben werden. Die als nebensächlich angesehenen Aspekte lässt man außer Acht. Ein Modell ist in diesem Sinn also ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit. Was wichtig ist, hängt vom Betrachter (Benutzer) des Modells ab. Von Bedeutung ist dabei, was man mit einem Modell erreichen will bzw. wozu es dient. Selbst ein Werk aus Legosteinen beispielsweise ist ein Modell und somit Modellbau. Nur mit anderer Sichtweise des Erbauers und anderer Wertung der Detailgenauigkeit.

Wir beispielsweise hätten keine Lust Stundenlang Fugen in Gips-Pflaster oder Mauern zu ritzen, allerdings wollen wir auch nicht einfach fertige Rasenmatten verlegen oder Fertigteil-Berge irgendwo aufstellen. Da muß jeder seinen eigenen Grad an Detailgenauigkeit finden" um seine eigenen Ansprüche zu erfüllen.

Trotzalledem ein paar Regeln (im Folgenden von mir Tipps genannt) von mir, zum Bau einer Modellbahnanlage.

Tipp Nr. 1


Die Form und Größe einer Modellbahnanlage.

Überlege Dir als erstes einmal wie Groß Du Deine Anlage bauen möchtest. Grenzen werden einem da in erster Linie durch die räumlichen Gegebenheiten gesetzt welche zur Verfügung stehen. Der nächste Faktor für die Größe wären die Kosten, wozu es aus meiner Sicht unter Tipp 7 mehr zu lesen gibt. Eigentlich kann man nie Groß genug bauen um alle Ideen umzusetzen die einem in mehrjähriger Bauzeit so kommen. Und da kommen viele...Man muß nicht von Anfang an ein komplettes Konzept für die ganze bebaubare Fläche haben, späteres Umbauen macht immer wieder Spaß. Das ist ja gerade das, was dem richtigen Modellbahnbauer am Bau einer Modellbahn am meisten Freude bereitet und über Jahre hinweg auch die Freude daran erhält. Daher kann es also nicht schaden, wenn man sich bereits bei der ersten Planung Gedanken macht wie man den möglichen Platz auch mit späteren Erweiterungen bestmöglich ausnutzen kann. Mehr Raum als da ist kann man schließlich auch nicht nutzen. Entscheide Dich dann für eine Bauform (Rechteck, L oder U), welche Deinen Raumgegebenheiten am besten angepaßt ist. Bedenke dabei, dass Du vielleicht Deinen Raum auch noch mal renovieren willst und dass Du überall dran kommst, dass Fenster und Heizkörper frei bleiben usw. Ein Rechteck wird oftmals als langweilig angesehen. In einem großen Raum jedoch wirkt es sehr beeindruckend. Ich persönlich finde z.B. ein U eher unpraktisch und Unübersichtlich für den Betrachter. Trotzdem kann es aber unter bestimmten Raumgegebenheiten die beste Lösung sein.

Tipp Nr. 2


Die Bauweise einer Modellbahnanlage.

Entscheide Dich dafür, Deine Anlage in Spantenbauweise oder auf einer Platte entstehen zu lassen. Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn Du vorher die komplette Streckenführung und Landschaftsgestaltung bis ins Detail geplant hast wäre eine Spantenbauweise genau Richtig für Dich. Wenn Du Dir nicht von Anfang an sicher bist, ob Du an Deinen Anfangsplänen festhältst, wähle so wie ich die alte klassische Platte als Grundgerüst. Hier ist gerade bei einer großen Anlage der Vorteil, dass Du sie begehen kannst. Die späteren Höhenebenen baut man dann in Spantenbauweise z.B. aus Sperrholz. Um später auch von unten an den nötigen stellen dranzukommen, werden einfach Löcher unter bebauter Fläche hineingesägt. Insgesamt bekommt man so aber mehr Stabilität. Wozu braucht man die werden jetzt vielleicht einige fragen...Das verbaute Material ist doch nicht schwer! Wegen dem Gewicht braucht man keine besondere Stabilität, aber man wird im Laufe der Jahre feststellen, dass verschieden verbaute Materialien im Laufe der Zeit verschieden stark und in verschiedene Richtung "arbeiten" was zwangsläufig irgendwann zu Problemen bei verschraubten Gleisen führen wird. Eine gute Unterkonstruktion ist daher schonmal für die weitere Bebauung die wichtigste Vorraussetzung. Und man möchte doch einige Jahre Freude am verbauten Geld und der aufgebrachten Zeit haben...

Tipp Nr. 3


Die Streckenpläne bzw. die Gleisführung.

Plane Deine Modellbahnanlage am besten am PC mit einem Planungsprogramm. Hier gibt es zahlreiche Freeware im Internet zum Download. Besser noch sind aber oft kommerzielle Programme (meine Empfehlung: Win Track 9.0, bzw. aktuell 10.0), da diese viel umfangreicher sind. Bedenke bei Deiner Planung, wieviele Lokomotiven Du gleichzeitig fahren lassen willst und wieviel Strecke sie dabei zurücklegen sollen. Laß Dich nicht beirren von Aussagen wie z.B. "Ein Zug fährt nicht im Kreis herum, sondern von A nach B" denn eine Modellbahn befindet sich ja schließlich auf einer relativ kleinen Fläche. Wer möchte schon einen Zug 3m-5m vor und wieder zurückfahren sehen? Besser ist es Ihn versteckt in einem Berg halten zu lassen und an dieser Stelle einen anderen auf die Strecke zu lassen. Das sorgt für mehr Abwechslung. Die echte Welt ist ja schließlich auch Rund und keine Scheibe. Deshalb baut man eine Modellbahn trotzdem nicht als Kugel. Berücksichtige bei der Umsetzung auch gleich ob Du Deine Anlage digital oder analog steuern willst, womit wir schon bei Tipp 4 wären..

Tipp Nr. 4


Die Steuerung: Digital oder analog?

Diese Frage stellt sich für die meisten heut gar nicht mehr (es sei denn sie bauen mit alten Teilen so wie wir), weil die Mehrheit auf digital setzt oder setzen muß, da es gar nichts anderes mehr gibt wenn man neu baut. Die digitale Steuerung bringt natürlich mengenweise Vorteile mit sich. Man muß schon Nostalgiker sein und Spaß an der analogen Umsetzung von Funktionen haben um sich noch für eine analoge Steuerung zu entscheiden. Die Möglichkeiten sind hierbei natürlich eher eingeschränkt. Stell Dir die Frage, was Du mit der Steuerung alles umsetzen willst, da digital oder analog auch eine erhebliche Kostenfrage ist. Viele Modellbahner setzen unnötigerweise Digitaltechnik ein, da sie die Möglichkeiten nichteinmal ansatzweise ausschöpfen. Besonders unnötig Teuer wirds, wenn man aufgrund von "Hörensagen" extra umsteigt, am Ende aber nicht mehr mit der Technik umsetzt als vorher. Viele Modellbahner nutzen die Vorteile der digitalen Steuerung, verzichten aber bei der Steuerung von Magnetartikeln und Beleuchtung darauf. Das widerspricht sich meiner Meinung nach. Wenn schon digital dann kompromisslos und in allen Bereichen. Allzuoft sieht man, wie digital gesteuerte Züge auf irgendwelchen Anlagen möglichst realitätsnah durch eine flache lieblos mit Rasenmatten belegte Landschaft fahren. Das paßt dann nicht wirklich zusammen.

Tipp Nr. 5


Die Landschaftsgestaltung einer Modellbahnanlage.

Wenn Du mit der Gestaltung von Höhenebenen beginnst, überlege Dir bereits vorher, wie Du Übergänge gestalten möchtest, ob Du steile Felshänge haben möchtest oder lieber flachabfallende Waldgebiete. Überlege Dir ob Du Felsen wie im Grand Canion haben möchtest, die zwar chic aussehen aber nicht Recht in Dein übriges Landschaftsbild passen.

Plane ein, wie die Bewohner Deiner Modellbahn die verschiedenen Ebenen erreichen können, falls Du dort z.B. Häuser platzierst. Mach am besten einen groben Bebauungsplan. Hierfür kannst Du z.B. den Ausdruck eines Gleisplanes Deines Planungsprogramms verwenden, oder Du planst die Bebauung gleich mit Deinem Planungsprogramm, wenn es Dir die Möglichkeiten dazu bietet. Überlege vorher, wie Du z.B. Brücken gestalten möchtest. Auch solltest Du bereits beim Bau von Bergen speziell bei den Tunneleingangsportalen wissen, was später für Züge fahren sollen. Es gibt Portale für Dampfloks und Dieselloks und extra hohe für E-Loks wegen der Oberleitungen.

Du hast Dich entschlossen, eine Modellbahn selbst zu bauen, dann überlege doch ob Du nicht das ein oder andere was später auf Deiner Anlage zu sehen sein soll ebenfalls selbst baust, anstatt es fertig zu kaufen. Somit wird es noch mehr "DEINE ANLAGE". Bedenke als Modellbahnbauer somit auch, dass Du für Deine Landschaftsgestaltung und spätere Ausschmückung so ziemlich alles gebrauchen kannst (Ein richtiger Bastler kann eigentlich ALLES irgendwozu gebrauchen) . Alles was Dir in irgendeiner Weise so erscheint als ließe es sich für irgendwas verwenden sollte man aufheben oder "organisieren". Aber bitte nicht zum Messie werden!!! Nein im Ernst es gibt beim Landschaftsbau kein Patentrezept. Was immer sich in irgendeiner Weise verwenden läßt kann man einsetzen und somit viel Geld sparen. Da muß man halt kreativ sein. Eines der Muster-Beispiele hierfür ist wohl die einzigartige Anlage von Dr. Peter Hohlbeck, der wirklich mit bewundernswerter Akribie aus allem möglichen Material etwas bewundernswertes gestaltet. (Google-Suche: Modellbahnlächeln)


Tipp Nr. 6


Die Bebauung einer Modellbahnanlage.

Überlege Dir schon von Anfang an ein grobes Konzept, was später alles auf Deiner Modellbahn zu sehen sein soll. Liegt Dein Hauptziel darin möglichst realistisch einen großen Rangierbahnhof zu bauen oder vielleicht überwiegend ländliche Gegend. Soll es eine Stadt geben oder ein Dorf. Wills Du Dich streng an eine Epoche halten? Oder willst Du von allem etwas? Willst Du möglichst viele Züge im Dauerbetrieb fahren lassen und Dich daran erfreuen, oder möglichst viel rangieren und hierfür digitalsteuerung einsetzen? Die einen nennen das letztere "Interessant" und "Anspruchsvoll", wenn Gleise nicht im Kreis verlaufen und nennen die Kreisvariante "Anfängerfehler". Ich seh es genau andersherum. Überleg Dir daher selbst was Du willst. Wenn Du das baust, was DU selbst willst, baust Du für Dich genau das Richtige!

Wenn Du der Meinung bist Epochengenau bauen zu müssen, dann solltest Du das tun. Andererseits solltest Du Dir nicht von anderen einreden lassen, dass das unbedingt so sein muß und alles andere "Stilbruch" wäre. Du lebst doch schon in einer realen Welt auch wenn andere das vielleicht nicht tun, dann bau doch für Dich das was Du selbst für richtig hältst. Da läßt sich altes mit neuem je nach belieben kombinieren. Das ist ja eigentlich in der Realität auch so, wenn man nicht geistig zu irgendeinem Zeitpunkt stehengeblieben ist. Wichtig ist einzig und allein, dass Du Dein eigenes Ziel verfolgst.

Tipp Nr. 7


Die Beschaffung der Teile für eine Märklin Modellbahnanlage und die damit verbundenen Kosten.

Hier sind wir bei der Kostenfrage. Plane von Anfang an, welches Budget Du für Deine Anlage zur Verfügung stellen kannst. Wills Du alles neu kaufen, oder tun es auch gebrauchte Teile? Berücksichtige dabei gleich wenn Du Dich für ausschließlich Neues entscheidest, dass gerade bei den Gebäuden sehr viel Bastelarbeit auf Dich zukommen kann. Für uns käme neues Gleis und Zug-Material gar nicht in Frage, da der Bau der Modellbahn bei uns ohne die alten Teile gar nicht erst zustande gekommen wäre. Das ist auch eine Geldfrage. Beim Bau mit neuem Material wird jede Anschaffung sofort zum Minusgeschäft. Wir kaufen eher so ein, dass eine Werterhaltung im Vergleich zum Anschaffungspreis garantiert ist. In jedem Fall also, egal wieviele Züge und Teile man erwirbt (wenn man nicht unbedacht kauft und lange beobachtet) wird man gerade bei Märklin unterm Strich keinen Wertverlust erleiden. Bei guter Pflege eher eine Steigerung. In Anbetracht des Spiel- und Bastelspaßes reicht ein Werterhalt natürlich bereits aus. Da liegt bei uns der strategische Einkaufsgedanke über dem emotionalen. Wenn man etwas unbedingt haben möchte und lange vergebens sucht, kann man vielleicht auch mal eine Ausnahme machen... Andernfalls, wenn Du Dich für gebrauchtes entscheidest, bedenke, dass Du oft keine Garantie bekommst und einiges evtl. erst instandgesetzt werden muß.. Ich habe von beidem Gebrauch gemacht. Neu, sowie gebraucht. Das meiste kann man gebraucht bei e-bay bekommen. Dort gibt es sehr sehr viele seriöse gewerbliche wie auch private Anbieter (Die beste Zeit zum Gebraucht-Kaufen ist der Frühling, ab Ende Sommer wird die Nachfrage unproportional zum Angebot wieder größer und die Preise wieder höher. Gebrauchtteilehändler wollen auch im Sommer verkaufen, was sie selbst eingekauft und am Lager haben. Was aber nicht heißen soll, das alles automatisch billig ist. Händler bieten gern Teile zu überteuerten Preisen zum Sofortkauf an um möglicherweise den Verkaufspreis von Auktionen höher zu treiben, da viele sich an den Sofortkaufpreisen orientieren). Spezielle Wünsche muß man sich dann oft aber doch per Neukauf erfüllen. Augen auf! Die Preisunterschiede sind nicht unerheblich. Eine gute Adresse ist immer der Onlineshop des Miniatur Wunderlands in Hamburg. Hast Du ein Fachgeschäft in Deiner Nähe solltest Du Teile wie Elektromaterial (Kabel, Lampen usw.) ruhig dort kaufen. Es spricht natürlich auch nichts dagegen alles dort zu kaufen, sofern es die gewünschten Teile überhaupt noch Neu gibt. Viele Fachgeschäfte bieten auch gebrauchte Teile an. Ein gutes Fachgeschäft in Deiner Nähe kann Dir oft auch bei fachlichen Fragen weiterhelfen.

Leg Dir am besten einen kleinen Vorrat an Teilen jeglicher Art an. Man baut immer mal wieder an oder um und plötzlich fehlt ein kleines Gleisstück oder was auch immer. Wir haben inzwischen ein Teilelager mit dem man noch ein paar m² anbauen kann........Wichtig bei der Kostenfrage ist vor allem, ob Du Spaß am basteln und selbermachen hast. Willst Du nur eine "Vorzeigeanlage" zusammenkaufen und Dir Teile von Firmen teuer anfertigen lassen, nur damit Du mit besonderem Realismus glänzen kannst, werden Deine Kosten explodieren und es ist letztendlich nicht ganz Dein eigenes Werk. Fängst Du an Erbsen zu zählen, wirst Du am Ende nie zufrieden werden und Dein Projekt wird schnell zum Faß ohne Boden...


Als kleine Faustformel für die Berechnung des Kostenfaktors würde ich empfehlen, beim Bau einer Märklin Modellbahn eine Summe aufwärts von ca. 500,-€/m² bis zur "Fertigstellung" zu veranschlagen. Diese sollte dann alles vom Grundgerüst bis zum Fuhrpark beinhalten. Damit läßt sich bereits etwas anfangen wenn man mit alten Teilen baut und den Fuhrpark vorerst nur den Erfordernissen anpaßt. Später weiter ergänzen kann man dann immer noch. Das hört sich vielleicht ersteinmal viel an, ist es aber nicht im Vergleich dazu wenn man nur mit neuem Material bauen würde.


Diese Regeln / Tipps sind natürlich meine eigene persönliche Auffassung. Da ich nur Hobby-Modelbahnbauer bin, sollen sie nur Einblick in meine persönliche Planung geben und evtl. denen Hilfestellung zum einen oder anderen Thema geben, die so wie ich eine Modellbahn bauen, weill sie mehr Spaß am basteln haben als an der 100%igen Realitätsnähe einer Modellbahn.

Eigentlich hätten es 8 Regeln sein müssen, nur heißt das Thema ja "7 Regeln für den Bau einer Modellbahn" Deshalb der 8. inofffizielle Tipp von mir:

Tipp Nr.7.1 (inoffiziell Tipp Nr. 8)


Lass Dich nicht beeinflussen von Leuten, welche meinen nur Ihre Lösung wäre die Richtige. Dafür ist der Bau einer Modellbahn zu individuell und vom eigenen Geschmack abhängig. Erlaubt ist was Spaß macht. Das gillt übrigens nicht nur  beim Modellbau, sondern überall im Leben. Sei kreativ und setz Deine eigenen Ideen um. Dabei kann Dir niemand helfen...

Tipp Nr.7.2 (inoffiziell Tipp Nr. 8.1)


Baue niemals größer als jemand den Du evtl. mal um Rat Fragen möchtest...Damit machst Du Dich in vieler Leute Sicht selbst zum unverbesserlichen Anfänger ;-)...Das entspricht natürlich nicht meiner Sichtweise. Daher: Baue so groß wie es Dir möglich ist um genügend Potential für viele Jahre zu haben. Du möchtest ja sicher nicht eine erste, zweite dritte und vierte Anlage bauen müssen um Deine sich stetig steigenden Wünsche umzusetzen. Man baut ja auch nicht sofort ein neues Haus, weil einem im alten das Badezimmer nicht mehr gefällt...Na gut, einige tun das wohl, aber das sind dann eher die kreativitätslosen unter uns.




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