Schienenzeppelin

Flugbahnwagen

Achsfolge: 2 B´(Vorbild: 1 1, später nach Umbau B´1)

Antrieb: SFCM (Small Flat Collector Motor) = Kleiner Scheiben-Kollektor-Motor

Betriebsanleitung in der Rubrik "Kataloge"

Ersatzteile:

Haftreifen Märklin 7154
Anker Märklin 231440
Bürstenpaar Märklin 600300
Ersatzschleifer Märklin 7164
Glühlampe Märklin 600150
Fahrtrichtungsschalter Märklin 208240

Der Schienenzeppelin oder auch Flugbahnwagen genannt wurde im Original von Franz Kruckenberg nur ein einziges mal im Jahre 1930 in Hannover gefertigt. Damals gallt er als eines der Symbole des Aufschwungs in Deutschland. Angetrieben durch einen BMW VI 12-Zylinder Flugzeugmotor mit Propeller (erst 4-flügelig, später 2-flügelig) stellte der Zeppelin seinerzeit einen Geschwindigkeitsrekord von 230 Km/h auf. Mit dem Propellerantrieb war dem Schienenzeppelin nur das Vorwärtsfahren möglich. Daher erhielt er für Rangierzwecke einen Elektromotor an der Vorderachse. Der Zeppelin war wie ein Luftschiff in Alu-Spantenbauweise konstruiert und mit imprägnierten Segeltuch bespannt, welches silbern lackiert wurde. Im Gegensatz zum Märklin Modell verfügte das Original anfangs über nur 2 Achsen. Der Zeppelin wurde bis 1934 noch mehrmals umgebaut, unter anderem bekam er 1932 vorn ein 2-achsiges Drehgestell sowie 2 hydraulische Föttinger-Getriebe welche Vorwärts und Rückwärtsfahrt über die nun angetriebenen Vorderachsen ermöglichten. Der Propeller entfilel somit und wurde durch eine aufgesetzte Spitze ersetzt. Der BMW Motor wurde später noch durch einen Maybach Motor ersetzt. Der Zeppelin war nur bis 1934 in Betrieb und wurde 1939 von der Deutschen Reichsbahn im Ausbesserungswerk Berlin Tempelhof aus Platzmangel verschrottet.

Die Nachteile die er mitsich brachte wie zu geringe Personenbeförderungszahl (kein Anhängen von Wagen möglich) konnte auch die hohe Geschwindigkeit nicht ausgleichen, da sich diese kaum auszunutzen ließ auf vorhandenen Gleisstrecken welche auch von anderen "langsamen" Zügen befahren wurden. Dies führte letztendlich zu seiner Außerbetriebnahme und Verschrottung

Das einzigartige am analogen Märklin Modell 3077 ist, dass der eigenangetriebene Propeller sich bereits bei niedriger Trafospannung anfängt zu drehen, der Fahrmotor aber erst ab einer Eingangsspannung von 4 Volt einsetzt. Dennoch läßt er sich aber in allen Geschwindigkeiten von "sehr sehr langsam" bis "sehr schnell" bewegen. Der Schienenzeppelin sorgt bei Zuschauern schnell für Begeisterung, wenn versteckt im Schattenbahnhof plötzlich der Propeller zu hören ist und der "Flugbahnwagen" dann anschließend sehr langsam aus einem Berg herauskommt.











Im geöffneten Zustand: Der Gleichstrommotor für den Propellerantrieb.


Ein Gleichrichter, um den Gleichstrommotor am Wechselstromsystem zu betreiben.


Der Relais-Umschalter für Fahrtrichtungswechsel


Der Antriebsmotor (SFCM)


Die Stirnbeleuchtung









Der Einbau von 2 Stck. Faller Beleuchtungssockeln zur Zug-Innenbeleuchtung. Die Sockel wurden mit doppelseitigem Klebeband angeklebt und mit dem "Bordnetz" verlötet.


Die zu große Glühlampe wurde noch gegen eine kleinere getauscht.


Nun strahlt der Zeppelin mit voller Beleuchtung...


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