Gute Planung ist das A und O ....



Ich bin aber kein Freund davon, alles von vornherein bis ins kleinste Detail zu planen. Die besten Ideen bekommt man immer erst mittendrin. Das hat zur Folge, dass ständig irgendetwas wieder geändert wird und auch in den Plänen aktualisiert werden muß. "Learning by doing" halt...

Das ist wie, wenn Du das erste mal ein Haus baust oder umbaust. Wenn Du meinst fertig zu sein, weißt Du, dass Du nun genau das Wissen hast, welches Du bräuchtest um das Haus genau so zu bauen, wie Du es eigentlich würdest haben wollen. Und beim nächsten mal würdest Du wieder meinen noch bessere Ideen zu haben. Mit anderen Worten halt: "Man lernt nie aus".

Jeder der meint, weil er unendlich lange geplant hätte und somit den ultimativen Plan entwickelt hat wird schnell merken wenn er am Umsetzen der Pläne ist, dass seine Wünsche und Ideen nicht still wie die Pläne stehenbleiben oder aber er gehört zu den "ewig gestrigen". Auch im wahren Leben gibt es immer mal wieder Veränderungen. Genauso ist es bei der Modellbahn. Man baut immer mal wieder etwas um, weil man etwas neues unterbringen möchte oder etwas altes nicht mehr gefällt. Der Wandel der Zeit halt...Und mal ehrlich: Wer hat schon lang Freude dran, genau nach einem Plan zu bauen und wenn alles Fertig ist es so zu lassen? Dann baut man lange Zeit und plötzlich hat man das Ziel erreicht? Wir versuchen immer wieder zu verbessern und zu optimieren und bauen immer mal wieder etwas um.

Man sollte aber dennoch nicht planlos bauen. Pläne sind immer wichtig. Aber Pläne sind nicht unbedingt immer da um zu 100% umgesetzt zu werden. Pläne können (und müssen meist) geändert werden und nicht vorhersehbaren Ereignissen oder Gegebenheiten angepaßt werden. Dafür sind wir ja Menschen und keine Computer die nach einem festgelegten Programm arbeiten. Die Pläne vor bzw. nach jeder Änderung zu aktualisieren sollte man daher auch im nachhinein auf gar keinen Fall vergessen. So kann man später einiges nachvollziehen (wie z.B. wo sich Anschlußgleise befinden, etc.) ohne unter der Anlage suchen zu müssen. Gerade für Später sind die korrekt dokumentierten Pläne von einst oft wichtig. Empfehlenswert gerade, wenn man so wie ich von jedem Ort aus am Notebook plant.

Geplant wurde nach Festlegung der Bahngröße, zunächst am PC mit einem nicht zufriedenstellenden Freewareprogramm. Da ich mir jedoch gerade das kommerzielle Programm Win Track 9.0 zugelegt habe, wurde die ganze Anlage noch einmal "nachgezeichnet". Das Programm kann man nur empfehlen. Es bietet sehr viele Möglichkeiten mehr als die bisherige Software. Man kann Ideen am PC ausprobieren und sich alles in 3D ansehen, wie es später aussehen würde. Spätere Änderungen sind ziemlich einfach und Gleisverbindungen zwischen 2 Punkten lassen sich direkt vom Programm berechnen und vorschlagen.Win Track 9.0 ist meiner Meinung nach die 99,90€ Wert und somit nur zu empfehlen. Aktuell gibts nun bereits die Version 10.0

Die ersten Ideen waren längst da, als der Gleisplan entstand. Allerdings änderte sich die Planung während der Umsetzung ständig. So, dass ständiges Ändern der Pläne die logische Folge war. Aber lieber einmal mehr ändern, als einen Fehler immer weiterführen. Einer der größten Fehler den wir am Anfang gemacht hatten, war mit den gerade vorhandenen Gleisen zu planen. Besser ist es den Gleisbestand bei der Planung nicht zu berücksichtigen und dem Plan entsprechend sich die Gleise zu beschaffen. Am besten kauft man Gleise gleich in größeren Mengen und wenn man etwas nicht braucht und es sich nicht ins Lager legen will verkauft man es eben wieder.

Hier sind der Reihe nach alle Planungsphasen mit all Ihren Fehlern und Änderungen zu sehen.

Der erste Gleisplan noch erstellt mit der Freeware:


Die ersten 4 Fahrstromkreise noch umständlich von Hand eingezeichnet in den Gleisplan:


Der erweiterte Gleisplan mit dem Lokschuppenbereich und der Gleiswendel...

Gestrichelt gezeichnet sind die Gleise, welche in Tunneln oder unter Brücken verlaufen.


Und auch der Gleisplan mit den 6 Hauptstromkreisen ist aktualisiert....




Das ganze noch in der nicht sehr überzeugenden 3D-Ansicht:


Der Gleisplan nun gezeichnet mit Win Track 9.0.

Gezeichnet in unzähligen Ebenen ermöglicht das Programm den späteren totalen Durchblick des Gleissystems, wenn man dies bereits bei der Erstellung der Pläne berücksichtigt. Auch spätere Änderungen sind relativ einfach. Den Gleisen lassen sich nun endlich beliebig Farben zu ordnen. Ich habe in dieser Ebenen-Ansicht für jeden Fahrstromkreis eine Farbe verwendet. Da ich mehrere identische Gleispläne in verschiedenen Ebenen übereinandergelegt hab, können sich so die verschiedensten Dinge farblich darstellen lassen:



In der 3-D Ansicht wird bereits sichtbar: Alle Höhenebenen können mit Win Track problemlos erfasst werden. Selbst Gleiswendeln lassen sich bis ins Detail planen.



Fehler bei der Erfassung der Daten lassen sich in der 3D-Ansicht relativ schnell bemerken und anschließend beseitigen.


Die Landschaftsgestaltung läßt sich anzeigen und Schritt für Schritt anpassen.



Hier die bisherige 3D-Ansicht im Gitternetz-Modus noch ohne Berge und Tunnel.


Ein Umbau steht an für eine ca. 18,5 m lange Paradestrecke. Hier Dunkelgrün gezeichnet der Entwurf der neuen Gleisstrecke mit der neuen Gleiswendel.ca. 100 weitere Gleise werden benötigt, 4 elektr. Weichen, 2 Brücken (insgesamt ca.5,5 m), 1 Fahrregeltrafo, 1 Gleiswendel mit 1 1/4 Windungen, 1 Berg, diverse Bäume usw. sowie der Umzug eines bereits fast fertigen Landschaftsabschnitts auf den neuen Berg. Die neue Strecke wird den selbstständigen Dauerbetrieb von 6 Zügen gleichzeitig ermöglichen. Natürlich (weil analog betrieben und ein automatisierter Start-Stop mittels Signalen noch nicht umgesetzt ist) ohne dass 2 Züge sich irgendwo kreuzen müssen. Das gleichzeitige Manövrieren mehrerer Züge in den gleichen Stromkreisen oder das Kreuzen der Fahrtwege erfordert noch manuelle Steuerung per Hand. Auf der Paradestrecke wird ein neuer ICE zum Einsatz kommen.

Der neue Gleisplan mit allen 7 Fahrstromkreisen in der 3D-Schnellansicht:


Die 3D-Ansicht der neuen Gleiswendel:


Die Höhenkontrolle auf kritische Stellen, hier mal angezeigt mit 2 cm Sicherheit nach oben. Bei bereits 1mm weniger Kontroll-Höhe gibts keine kritischen Stellen mehr:


Die derzeitigen Fahrstrecken der Züge, wenn Se im Dauerbetrieb laufen (mit Tunnelbereichen und Brücken:


Eine erneute Änderung des Glesiplanes wird umgesetzt. Die rot gekennzeichneten Gleise werden umgebaut. Ein kleiner Umbau des Bergwerk-Berges wird nötig werden um das Tunnelportal leicht zu versetzen. Das Stellwerk Mittelstadt wird versetzt werden müssen. So wird aber ein weiterer Zug im Dauerbetrieb laufen können. Sonst wäre der Dauerbetrieb von 6-7 Zügen zur Zeit nicht möglich, da ja noch keine Blockstellen und Signale verbaut sind.


Der geänderte Gleisplan mit einer Fahrtstrecke mehr.


Die 10 derzeitigen Fahrstrecken:


Der aktuelle Gleisplan mit allen Signalen, nach der letzten Streckenänderung auf Ebene 1 mit Versetzung einer langen Brücke (genau in der Mitte). Nun teilen sich 15 Züge im Wechsel die Strecke, von denen 8-10 permanent unterwegs sein können.

Anschlußplan Busch 5766

Der Gleisplan nun aktualisiert mit den neuesten Gleisen (gelb markiert):

Unten Links: Die Ausweich- und Haltestrecke für die Berliner S-Bahn

Rechts: Die Wendelerweiterung für das Bergwerk mit Anschluß im Schattenbahnhof

Aktueller Gleisplan

Win Track ist wirklich ein Planungsgenie. Nicht nur allein aufgrund der vielen Möglichkeiten, sondern gerade auch wegen der Art wie sie umgesetzt und dargestellt werden.


Heute entstand ein erster von Hand skizzierter Plan, wie es evtl. weitergehen könnte, für den Fall, dass die Bahn eines Tages fertig sein sollte...Größer würden wir dann aber nicht mehr bauen...

Nun haben wir uns entschieden doch schon bald mit der ca. 10 m² großen Erweiterung im Nebenraum zu beginnen und erst dann den Ersten Teil der Anlage nach und nach mit weiteren Details zu vervollständigen. Eine Oberleitung ist z.B. noch für die bisherige Anlage geplant. Allerdings nur dort, wo auch eine E-Lok eingesetzt wird.

Da wir wieder viel Material benötigen, wird sicherlich bei manchem Kauf etwas dabeisein was noch auf der bisherigen Anlage gebraucht wird. Das ist am Ende kostengünstiger und einfacher als jetzt nach speziellen Teilen zu suchen und dann erst mit dem Neubau zu beginnen...Die Erweiterung soll einem großen Bahnhof, hauptsächlich bergiger Landschaft und um den Bahnhof herum einer kleinen Stadt mit Rummelplatz Platz bieten. Gleise werden diesmal nur ca. 60-70m verbaut.

Anfangs wollten wir dieses mal wie zuvor gezeigt an der Wand entlang in U-Form bauen.

Nach weiterer Überlegung haben wir uns nun doch entschieden, die U-Bauweise aufzugeben, da sie mehr Nachteile als Vorteile mitsich bringt. Obwohl unsere Bauweise über 2 Räume hinweg auch wieder ein U bildet... Wir bauen wieder ein Rechteck in der Größe von ca. 3 m x3,5m. Der ausschlaggebenden Grund für diese Entscheidung war die Zugänglichkeit aller Wände, Heizkörper und Fenster. Außerdem wird auf etwas weniger Fläche (10,5m²) trotzdem besser nutzbarer Platz zum bauen sein. Als Grundlage dient dann wieder eine Platte, getragen von 12 Höhenverstellbaren Beinen und einer Auflage an einer Wand. Wie es genau weitergeht und wie weiter geplant wird gibt es dann weiterhin hier zu lesen.

Heute kam der größte Einschnitt an der bisherigen Planung: Der "Bahnhof an der Weinstraße" wird nicht eingesetzt werden. Somit entfällt auch die geplante Bahnsteigshalle. Leider, könnte man jetzt sagen aber evtl. kommen dafür ein paar andere schöne Dinge...

Der Bahnhof ist einfach vom Maßstab her zu realistisch und damit zu groß. Er würde zu viel Platz auf den sowieso schon geschrumpften 9,5m² für die Erweiterung einnehmen.

Die weitere Planung ist im Moment ganz offen und läßt somit weitere neue Ideen zu. Ein Grund mehr, nicht jahrelang zu planen und dann genau an den alten Plänen festzuhalten. Man baut ja um seine aktuellen Ideen umzusetzen und nicht um altanitquiriertes umzusetzen nur weil man Jahre lang dran geplant hat.

Im Moment zeigt sich für uns, wenn man Spaß am Anlagenbau hat, hat man auch Spaß an Planungsabweichungen. Denn gerade das sind die Herausforderungen die einen später einholen und vor neue Aufgaben stellen...Es läßt sich zwar alles planen aber es ist wichtig rechtzeitig zu erkennen ob die Planung richtig war...

So sieht nun unser fertiger Anlagenumriss von Hand skizziert schlussendlich aus:

Der erste fertige Gleisplan von der untersten Ebene nun in Win Track übertragen...

Hier nun der zusammengefügte Gleisplan. Links: Anbau, fertige unterste Ebene und geplante Ebene 1 und 2 mit dem ersten Signal und geschaltetem Gleisbereich für noch mehr Zugwechsel. Rechts: alle Ebenen alter Teil. Mancher Modellbahn-Minimalist wird jetzt sagen: " Oh Mein Gott wie viele Gleise. Auf eine Modellbahn gehört doch alles nur keine Gleise...."

Aktueller Gleisplan

Ich sage:" Oh doch. Auf eine Modellbahn gehören viele Gleise. Man muß sie nur nicht alle sehen.

Hier zu sehen nur die unterste "Ebene 0": Alles was gestrichelt gezeichnet ist befindet sich im Verborgenen. Man sieht: Sooo viel sieht man nicht.

Gelb gezeichnet die beiden zuletzt verlegten parallelen Ausweichgleise für noch mehr Zugwechsel.

Aktueller Gleisplan

Hier zu sehen: Ebene "3", die Schnellzugstrecke für ICE, Thalys und TGV Duplex.

Aktueller Gleisplan

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